Christian Kubczak - www.broilers.de

Musik mache ich seit meinem zwölften Lebensjahr, also mittlerweile ca. zwanzig Jahre. Siebzehn davon habe ich mehr oder weniger erfolgreich auf der Bühne, oder was man so Bühne nennen mag, verbracht. Seit sechs Jahren stehe ich an den Keyboards bei den \\\"Broilers\\\" aus Düsseldorf und spiele dort vor allem rockige Pianos, Synthies und Reggea-/Ska-lastige Orgelsounds.

Welche Geräte von STUDIOLOGIC haben Sie im Einsatz?
VMK88 plus und VMK161 Organ

Wofür verwenden Sie STUDIOLOGIC?
Verwendung finden die Controller bei mir ausschließlich auf der Bühne zur Ansteuerung eines Muse Receptor 2 Pro VST Hardware Players.

Wie würden Sie Ihre Erfahrungen mit STUDIOLOGIC in einem Satz beschreiben?
Was mich von Anfang an begeistert hat, war die unkomplizierte Integration in die bestehende VST Umgebung mit dem Muse Receptor. Viele der gängigen Plugins wie z.B. die Native Instruments B4 II, werden out-of-the-box von den VMK Geräten unterstützt, so dass hier kein lästiges Programmieren der MIDI Befehle nötig ist. Auspacken, anschließen, spielen. Aber auch exotische Plugins lassen sich mit den wirklich einfach zu programmierenden Controllern schnell und komfortabel ansteuern.
Insbesondere die Live Edit Funktion in Kombination mit den frei belegbaren Soundbänken kommt sehr gut. So kann ich alle Live Presets im Vorfeld programmieren und abspeichern. Auf der Bühne wähle ich dann direkt die entsprechenden Einstellungen für einen Song und beide Manuale sind komplett so eingestellt, wie ich sie gerade brauche. Auch der automatische und frei programmierbare \\\"Reset\\\", der ausgelöst wird, sobald die Keyboards eingeschaltet werden, vereinfacht den Einsatz gerade im hektischen Festivalbetrieb mit kurzen Umbauslots enorm. Nach dem Aufbau einschalten und das ganze System ist im Ausgangszustand für den ersten Song.
Nahezu alle Parameter wie z.B. Synth LFO, Leslie Rotation, Leslie Drive, etc., die ich live verändern möchte, können über die Drehregler, Fader und Fusschalter bequem angesteuert werden. Die Fader an beiden Geräten lassen sich zudem optional als Zugriegel programmieren, so dass auch zweimanualiges Orgelspiel inkl. dynamischer Zugriegelmodifikationen möglich wird. Zu den Tastaturen muss man eigentlich kaum etwas sagen: Bewehrte Fatar Qualität sowohl bei der gewichteten Hammermechanik des VMK88 plus als auch bei der exzellenten Waterfall Tastatur des VMK161 Organ. Gerade hier hat Studiologic vielen anderen Anbietern einiges voraus, die zumeist ihre 61 Tasten Controller nur mit \\\"standard\\\", semi-weight Tastaturen ausliefern.
Zu guter letzt ist die Verarbeitung tadelos und ausnahmslos Straßentauglich.

Was unterscheidet STUDIOLOGIC von anderen Herstellern?
Das herausrangenste Merkmal dürften die schon o.a. Tastaturen sein. Gerade die Waterfall Keys des VMK161 Organ machen wirklich Spaß.

Was würden Sie an Ihrem Gerät von STUDIOLOGIC ändern?
Ein wirklich cooles Zusatzfeatures für zukünftige Versionen wären Motorfader zum Abspeichern von Orgel Presets inkl. Zugriegelpositionen! Zudem würde meiner Ansicht nach zumindest bei dem Organ Modell des VMK161 ein Satz \\\"echter\\\" Zugriegel Sinn machen. Wenn schon bei der Tastatur so konsequent auf die Orgelspieler eingegangen wird...
Desweiteren bin ich ein echter Fan von intern verbauten Netzteilen mit robusten und überall verfügbaren Kaltgerätesteckern. Die Netzteile der VMKs erinnern momentan doch eher an Ladegeräte für Mobiltelefone :-) Über den Joystick zur Modulation, bzw. zum Pitchen läßt sich nach wie vor streiten. Ich mag Räder, da dort die Modulation auch fix gesetzt werden kann, ohne in die Ausgangsposition zurückzugleiten. Die läßt sich aber über die unzähligen Drehregler der VMKs auch so realisieren.

Was wünschen Sie sich noch von STUDIOLOGIC?
Eine Software zum einfachen Editieren und Verwalten der Presets am Mac (oder auch PC, wenn\\\'s sein muss :-).

Foto: Jessika Wollstein | www.festival-kritiker.de

  
Kurzbewertung
 
Ausstattung 
Einsatzmöglichkeiten 
Design / Optik 
Spielgefühl 
mechanische Stabilität 
Preis / Leistung